Gründung

Im Jahre 1862 wurde der Waldeckische Geschichtsverein unter der Federführung des Korbacher Gymnasiallehrers Dr. Louis Curtze unter dem ursprünglichen Namen „Historischer Verein der Fürstentümer Waldeck und Pyrmont“ gegründet. Bis zur Abtrennung des Landesteiles Pyrmont im Jahre 1922 trug er diesen Namen. Danach erfolgte die Umbenennung in „Waldeckischer Geschichtsverein“. Der Verein ist untergliedert in sieben regionale Bezirksgruppen. Jede Bezirksgruppe bietet in Ergänzung zu den Veranstaltungen des Gesamtvereins ein eigenes Veranstaltungsprogramm an.

Zweck

Der Zweck des Vereins ist nach § 2 seiner Satzung „die Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Kultur- und Naturwerten“. Dieser Satzungszweck wird gemäß § 3 verwirklicht „insbesondere durch die Erforschung der Geschichte, der Landes-, Volks- und Sippenkunde Waldecks mit dem Ziel, die Ergebnisse zu veröffentlichen, Vorträge, Studienfahrten und heimatkundliche Wanderungen durchzuführen, Museen und heimatgeschichtliche Büchereien einzurichten und zu erhalten, sowie für den Denkmals-, Natur- und Landschaftsschutz einzutreten.“

Publikationen

Das jährlich erscheinende Publikationsorgan des Vereins sind die „Geschichtsblätter für Waldeck“. Der erste Band erschien bereits 1901. Mit dem Jubiläumsband im Jahre 2001 (89. Band) wurde eine Reproduktion des ersten Bandes veröffentlicht. Die „Geschichtsblätter“ enthalten wissenschaftliche Beiträge und allgemein interessierende Vorträge, die in den Jahrestagungen oder den Bezirksgruppen gehalten wurden. In einem Rezensionsteil erfolgt eine kritische Sichtung der landeshistorischen Literatur. Im Anhang erscheinen die jährlichen Berichte des Vorstands und der Bezirksgruppen.

Neben den „Geschichtsblättern“ gibt der Verein zwei weitere Publikationsreihen heraus: die „Waldeckischen Forschungen“ und die „Historischen Hefte“.

In den „Waldeckischen Forschungen“ werden Monographien und besonders förderungswürdige Dissertationen abgedruckt. Die „Historischen Hefte“ enthalten kürzere Beiträge mit speziellem Bezugspunkt zur waldeckischen Geschichte. Darüber hinaus erscheinen unter dem Patronat unseres Vereins Sonderveröffentlichungen aus den Bezirksgruppen bzw. Publikationen zur Geschichte einzelner Städte und Dörfer.

Für Gemeinden des Altkreises Waldeck hat der Verein die Betreuung und Herausgabe der Ortssippenbücher übernommen. Das erste Ortssippenbuch wurde für die Gemeinde Vasbeck bereits im Jahre 1939 erstellt. Diese Ortssippenbücher enthalten neben einem geschichtlichen Teil die genealogischen Daten der Einwohner. In der Regel ist es gelungen, die Vorfahren der Familienangehörigen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges nachzuweisen. Auf diesem Gebiet der Familienforschung ist unser Verein führend in der Bundesrepublik.

Geschäftsstelle, Bibliothek und Archiv

Der Verein unterhält eine Geschäftsstelle und ein Archiv mit einer umfangreichen Bibliothek. Beides steht der Öffentlichkeit für Auskünfte und eigene Forschungen zur Verfügung. Weitere Dokumente zur Geschichte des ehemaligen Fürstentums Waldeck befinden sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg.

Der Waldeckische Geschichtsverein hat z. Zt. über 1300 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag schließt den Erhalt des Jahresbandes der „Geschichtsblätter“ ein.

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